Die vielen Zuschauer entlang der Umzugsstrecke konnten sich über insgesamt 23 Bilder und zahlreich närrisches Fußvolk im Umzug freuen. „Pünktlich“ 15:00 Uhr startete der Faschingsumzug an der Bergstraße.
Nachdem die Faschingsrede vom Elferrat verlesen, die Amtskette und der Rathausschlüssel zurück an das Rathaus gegeben wurden und der obligatorische Umtrunk stattfand, zog der Umzug weiter Richtung Markt.
Die Rede:
„Der Elferrat des Sebnitzer Buchbergfaschings, grüßt unseren OB mit einem dreifachen Samnz ohja, Samnz ohja, Samnz ohja.
Der Elferrat steht hier bereit, wie alle Narren wissen, zu Ende ist die Faschingszeit und übergibt den Schlüssel.
Gegrüßet sei das hohe Haus, wie stets vor dieser Schwelle, der Elferrat steht schon parat mit viel Gefolge und Kapelle.
Zum Start der Narrenzeit im Haus gab’s eine Inventur, der Chef, er putzte selbst mit raus, vom Dreck blieb keine Spur.
Zu kurz war leider auch die Zeit, dazu die Bürokratie, ein Stempel hier, ein Formular, die Abschrift der Kopie.
Wir Narren gehen da anders ran, ganz ohne Diplomatie, die Frau im Amt entsetzt nur ruft: ‚Mein Herr, was wollen Sie?‘
Der Winterdienst, wir sind ja froh, der durfte Streusalz nehmen, das uns bewahrt vor Sturz und Schmerz und manchen bösen Tränen.
Im Stadtgebiet, ein jeder kennt Container für alte Kleider. Schlimm siehts dort aus, dass man sich schämt – leider!
Beim Ganz durch unsere kleine Stadt da schänden ‚Narrenhände‘ mit Farbe oder Dosenspray so manche schönen Wände.
Wir waren’s nicht, die so was tun, wir lieben saubre Wände, denn fänden wir den Tunichtgut, die Sprüherei hätt ein Ende.
Ja, Körbe für die Abfallsachen, die fehlen noch im Stadtrevier, wir wollten sie ja selber machen, egal nun sind’s erst eben vier.
Und zum Museum muss man sagen, es dauert uns zu lang. Wir würden sogar helfen tragen, uns wird schon Angst und Bang.
Wie viele Jahre geh’n ins Land, verlorene Zeit, um mit Verstand, um Heimatliebe zu werben, so mancher alte Sebnitzer wird wohl darüber sterben.
So nehmt nun denn den Schlüssel hin, mitsamt der güldenen Kette, gehabt euch wohl im hohen Haus, drauf rufen wir um die Wette.
Mit einem dreifachen Samtz ohja, Samtz ohja, Samtz ohja“

Trotz Schneeregen ein sehr gelungener Umzug – Dank an alle Organisatoren und Unterstützer. Wir freuen uns schon auf den nächsten!