Vortrag von Stefan Auert-Watzik
Mittwoch, 29. Juli 2026, 17.00 Uhr
Städtische Sammlungen Sebnitz, Alfred-Meiche-Saal, Hertigswalder Straße 12–14, 01855 Sebnitz
Kaum ein Gebäude erzählt den Wandel Sebnitz’ vom Weberstädtchen zur „Seidenblumenstadt“ so anschaulich wie die Villa Meiche. Ab 1878 wurde sie zum baulichen Zeugnis des Aufstiegs einer Familie, die Produktion, Handel und bürgerliche Repräsentation unter einem Dach vereinte – Prozessarchitektur im besten Sinne: Hier griffen Fertigung, Kontor und Wohnkultur ineinander und machten das Haus zu einem Eckpfeiler der jungen Kunstblumenindustrie.
Der Vortrag knüpft an die laufende Sonderausstellung „Meiche! Eine Familie macht Geschichte(n).“ der Städtischen Sammlungen an. Er fragt, wie wirtschaftlicher Erfolg einer Fabrikantenfamilie in Bildung, Bürgersinn und Gedächtnis überführt wurde – und wie aus einem Wohn- und Geschäftshaus ein Erinnerungsort werden konnte, in dem sich Wirtschafts-, Familien- und Stadtgeschichte verdichten. Die Villa Meiche ist mehr als ein Haus: Sie ist ein Ort, an dem Sebnitz sich selbst erzählt.
Eintritt: 5 Euro – inklusive Besuch und Führung durch die Sonderausstellung „Meiche! Eine Familie macht Geschichte(n)“.
