Obwohl Staatsgrenzen in der Gegenwart – insbesondere im mitteleuropäischen Raum – als klar definiert und stabil erscheinen, offenbart ein historischer Rückblick ihre vielfache Wandelbarkeit. Besonders die Stadtgeschichte von Sebnitz, seit jeher „an der Grenze“ gelegen, zeugt beispielhaft über die Jahrhunderte durch Migration und einem wiederholten Innovationstransfer, von der Wandelbarkeit und nachhaltigen Prägung von Lebensrealitäten. Die Grenzregion um Sebnitz bietet ein instruktives Beispiel für die langfristige Transformation von Grenzräumen und deren Auswirkungen auf gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Strukturen. Mit einem umfangreich bebilderten Gang durch die Geschichte mit dem Museumsleiter Stefan Auert-Watzik werden Prozesse, Akteure und Situationen über 800 Jahre vorgestellt und die Identität und das Selbstverständnis der „Seidenblumenstadt“ beschrieben.
