Der Auswurfgroschen – eine alte Tradition lebt auf

Zum „Tag der Sachsen“ 2025 in Sebnitz wird eine uralte sächsische Tradition mit neuem Leben erfüllt: die Ausgabe eines sogenannten Auswurfgroschens.

Auswurfgroschen

Schon in früheren Zeiten – etwa bei Jubiläen oder Hochzeiten – war es Brauch, „Geld unter das Volk zu werfen“, um Freude zu stiften und besondere Anlässe festlich zu begehen. Diese ursprünglich aus dem alten Rom stammende Geste wird nun in moderner Form fortgeführt, wenngleich es sich dabei nicht um ein echtes Zahlungsmittel handelt.

Ermöglicht wurde die Herstellung der Medaille, wie man in Fachkreisen sagt, dank der Unterstützung der Volksbank Pirna eG, dem Premiumsponsor des „Tag der Sachsen“.

Das Avers der Münze zeigt ein stilisiertes Blumenkörbchen unter dem Schriftzug „Tag der Sachsen“ 2025. Der reich mit Blüten bestückte Korb gehört traditionell zur Ausstattung des Blumenmädchens und steht symbolisch für Sebnitz und das Kunstblumenhandwerk. Die Rückseite ziert stolz der Hirsch aus dem Sebnitzer Stadtwappen, eingerahmt von der Umschrift „Seidenblumenstadt Sebnitz“.

„Mit dem Auswurfgroschen wird nicht nur ein festlicher Akzent gesetzt, sondern auch ein Stück sächsische Kulturgeschichte lebendig gehalten. Er ist ein numismatisches Andenken an das große Volksfest – in Ergänzung zu unserer offiziellen Vereinsmedaille“, erklärt Dr. Rudolf Reimann, Vorsitzender der Sächsischen Numismatischen Gesellschaft, bei der Übergabe des Groschens an Oberbürgermeister Kretzschmar und den Geschäftsstellenleiter der Volksbank-Filiale in Sebnitz, Herrn Deckert.

Der Auswurfgroschen ist ab sofort in verschiedenen Ausführungen – Bronze, Feinsilber und vergoldeter Bronze in limitierter Stückzahl – in der Touristinformation Sebnitz erhältlich.

Auch am Festwochenende selbst werden die Sächsischen Numismatiker präsent sein: mit einer sächsischen Wandermünzstätte als Umzugswagen. Von hier aus werden die Auswurfgroschen an die Zuschauer entlang der Strecke verteilt.

Und wer sich seinen eigenen Groschen prägen will, sollte am Stand vor der Filiale der Volksbank Pirna eG vorbeischauen. Die Sächsische Numismatische Gesellschaft bietet den Besuchern des Festes an, sich selbst als Münzmeister zu versuchen – und zwar mit einem echten Hammerprägewerk. Wie im Mittelalter werden die Münzronden in das Prägewerk eingelegt, und mit einem kräftigen Hammerschlag entsteht eine eigene Medaille. Die Mitmachaktion mit historischem Flair und bleibender Erinnerung kann man am Festwochenende vom 5. bis 7. September erleben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift:
v.l.n.r. Niederlassungsleiter der GWG Sebnitz Philipp Martin, Oberbürgermeister Ronald Kretzschmar, Geschäftsstellenleiter der Volksbank-Filiale in Sebnitz Michael Deckert, Vorsitzender der Sächsischen Numismatischen Gesellschaft e.V. Dr. Rudolf Reimann bei der Übergabe der Auswurfgroschen